Flechtzaun aus Weide selber bauen
Sichtschutzzäune sind so eine Sache. Für eine Abgrenzung des Grundstücks oder von Teilen des Gartens sind Sichtschutzzäune aus dem Baumarkt nicht immer wirklich schön. Eine echte Alternative stellen Weidenflechtzäune dar. Sie passen sicher nicht in jeden Garten, haben aber den Vorteil, dass sie beinahe ohne Kosten einfach selbst zu bauen sind.
Eine genaue Beschreibung wie man einen Weidenflechtzaun selber bauen kann finden Sie bei der Beschreibung wie man einen Flechtzaun aus Schilf selber baut (LINK)
Der beste Zeitpunkt für den Schnitt von Weiden ist Ende Februar. Wir haben stärkere Weidenäste (10 cm Durchmesser) geschnitten und eingegraben. Dünnere Weidenruten (bis 5 cm) haben wir dann einfach eingeflochten. Die Weide wächst in der Regel ohne Probleme an. Schon im nächsten Jahr sind die Weiden ausgeschlagen. Alle 2 Jahre kann man dann neue Weidenruten "ernten". Der Zaun produziert also immer wieder neues "Baumaterial" für Ausbesserungen oder Verlängerung. Bei uns kam es jetzt nicht besonders darauf an, aber je regelmäßiger die Ruten sind desto gleichmäßiger das Bild des Flechtzaunes.

Wie im Bild links zu sehen, eignet sich unser Weidenflechtzaun hervorragend für das Aufhängen einer Hängematte. Der Zaun beschreibt einen viertel Kreis und bildet eine ruhige geschützte Ecke auch in großen Gärten. Man benötigt also nicht unbedingt einen teuren Hängemattenständer oder zwei passende Bäume. Das Aufhängen der Hängematte funktioniert allerdings erst wenn der Zaun richtig angewachsen ist. Den Sonnenschrirmständer aus einem Baumstamm kann man übrigens einfach selbst herstellen. Einfach mit einem 50 mm Forstnerbohrer ein möglichst tiefes Loch in einen Stammabschnitt bohren - Sonnenschirm rein und mit zwei Holzkeilen befestigen...