Pfetten für das Terrassendach

Die Pfette für das Terrassendach bearbeiten und aufsetzen

Pfosten für das Terrassendach

Voraussetzungen vor dem Aufbau

Die Wand war gemauert (vgl. Wand mauern) und verputzt (vgl. Wand verputzen).

Bevor wir damit begonnen haben, das Dach für unsere Terrasse zu bauen, haben wir zunächst die gesamte Terrasse gepflastert (vgl. Terrasse pflastern).

So hat man einen vernünftigen Untergrund und kann besser das Terrassendach bauen.

Unser Terrassendach ist als sogenanntes Pfettendach geplant.

Position der Löcher für die Pfette messen

Gewindestangen ausmessen

Pfette bearbeiten und Löcher bohren

Bei einem Pfettendach liegen die einzelnen Sparren auf einem quer liegenden Holz, auch Fußpfette genannt, auf. Diese Pfette liegt auf den gemauerten Pfosten auf.

Um eine kraftschlüssige Verbindung herstellen zu können, haben wir Gewindestangen in die Pfosten eingemauert. Selbstverständlich haben wir versucht, diese exakt in der Flucht einzumauern. Um die Löcher in der Pfette in genau der richtigen Position zu bohren, haben wir die genaue Position der Gewindestangen erst noch einmal gemessen. Dafür haben wir die Position der Pfette mit der Schlagschnur markiert.

Nun konnten wir die Abstände zwischen den Gewindestangen und den genauen Abstand zur Vorderkante der Pfette messen.

Diese Abstände haben wir dann auf die Pfette übertragen.

Forstnerbohrer für Aussparungen

Forstnerbohrer im Einsatz

Für die Pfette haben wir 16 x 16 cm Konstruktionsvollholz (KVH) genommen. Man kann natürlich auch Kantholz nehmen. KVH hat aber den Vorteil, dass es immer exakt maßhaltig ist und die Oberfläche sich später einfacher behandeln lässt, da KVH bereits gehobelt ist. Die richtige Dimension der Pfette ist vom Abstand zwischen den Pfosten und der Dachlast abhängig. Das weiß der Statiker.

Da Unterlegscheibe und Mutter nicht über die Pfette herausragen sollten, haben wir zunächst an der richtigen Position mit dem Forstnerbohrer (vgl. Bohrer) ein Loch mit einem Durchmesser von 50 mm und einer Tiefe von ca. 20 mm gebohrt.

Loch für die Gewindestange bohren

Schlangenbohrer für Gewindestangen

Erst danach haben wir das Loch für die Gewindestange mit einem Schlangenbohrer gebohrt. Anders herum funktioniert das nicht, weil die Zentrierspitze des Forstnerbohrers natürlich nicht funktioniert, wenn da bereits ein Loch ist.

Das Loch hat einen Durchmesser von 12 mm. Die Gewindestange hat einen Durchmesser von 10 mm. So lässt sich die Pfette später einfacher aufsetzen.

Anschließend haben wir die Pfette noch mit einer Holzlasur behandelt. Diese sollte für den Außenbereich geeignet sein.

Pfette für das Terrassendach aufsetzen

Pfette aufsetzen

Pfette aufsetzen und ausrichten

Auch wenn die Pfette durch das Terrassendach später vor Regen geschützt ist, ist sie doch Feuchtigkeit ausgesetzt. Sei es durch die Luftfeuchtigkeit oder durch Flugschnee. Zudem lässt sich das Holz so später besser pflegen.

An der vorderen Ecke haben wir noch eine Ausklinkung hergestellt, um eine gute Verbindung zur anderen Pfette herstellen zu können.

Dann haben wir die Pfette auf die gemauerten Pfosten gelegt. Die Gewindestangen passten genau durch die Löcher – prima.

Mit der Wasserwaage haben wir die Waagerechte überprüft.

Lücke verfüllen

Lücke ausgleichen

Auch wenn wir uns natürlich bemüht hatten, alle Pfosten auf exakt die richtige Höhe zu mauern, mussten wir beim mittleren Pfosten eine Lücke von ca. 10 mm ausgleichen.

Den Spalt zwischen Pfette und Pfosten haben wir mit einem Kalk-Zementmörtel verfüllt.

Es ist wichtig, dass die Pfette auf allen Pfeilern gut aufliegt, damit die Last des Terrassendachs auch gut aufgefangen wird.

Ausklinkung für Zapfenverbindung

Ausklinkung herstellen

Da auf der seitlichen Pfette Ständer auf die Pfette gestellt werden, haben wir an der Position dieser Ständer Ausklinkungen für eine Zapfenverbindung hergestellt.

Eine solche Verbindung ist nicht nur schöner als eine mit Winkeln. Sie ist auch erheblich stabiler. Siehe auch Zapfenverbindung herstellen.

Auch die seitliche Pfette haben wir mit einer Lasur behandelt.

Pfetten aufgesetzt

Fertig montierte Pfetten

Anschließend haben wir auch die seitliche Pfette aufgelegt. Mit Unterlegscheiben und Muttern haben wir die Pfetten dann mit den Gewindestangen verschraubt.

Danach haben wir die überstehenden Gewindestangen mit der Flex abgeflext.

Im nächsten Schritt waren die Ständer für das Terrassendach zu bearbeiten und aufzustellen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welches Holz eignet sich am besten für die Pfette des Terrassendaches?

Konstruktionsvollholz (KVH) mit den Maßen 16 x 16 cm ist ideal, da es exakt maßhaltig ist und sich dank der gehobelten Oberfläche hervorragend behandeln lässt.

Wie werden die Pfetten auf den gemauerten Pfosten befestigt?

Die Pfetten werden mithilfe von eingemauerten Gewindestangen, Unterlegscheiben und Muttern fest mit den Pfosten verschraubt.

Benötigte Werkzeuge & Materialien

  • Konstruktionsvollholz (KVH) 16 x 16 cm
  • Schlagschnur & Maßband
  • Forstnerbohrer (50 mm) & Schlangenbohrer (12 mm)
  • Akkuschrauber / Bohrmaschine
  • Gewindestangen, Unterlegscheiben & Muttern
  • Holzlasur für den Außenbereich
  • Kalk-Zementmörtel & Wasserwaage
  • Winkelschleifer (Flex)