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Rhizomsperre | Wurzelsperre für Bambus

Nachträglich eine Wurzelsperre für Bambus einbauen

Bambus im Garten

Bambus ist wirklich toll. Wir hatten vor ca. 10 Jahren einen Topf mit einem Bambus bei einem Gartenfest erstanden. Es war angegeben, dass der Bambus ca. 4 Meter hoch werden könne. Zu irgendwas wie Wurzelausläufer, Rhizome oder der Notwendigkeit einer Wurzelsperre wurde nichts weiter gesagt.

Da wir eine ziemlich große Wiese haben, haben wir uns nichts weiter dabei gedacht.

Ein Wurzelausläufer im Garten

Im Bild oben ist zu sehen wie groß unser Bambus (daneben steht ein 1,8 Tonnen Bagger) bereits geworden ist und wir finden den Bambus eigentlich ziemlich schön.

Nicht so schön ist es, wenn der Bambus mittlerweile in der Hainbuchenhecke, im Rasen - oder noch schlechter - im Rasen des Nachbarn heraus kommt.

Es soll Bambus geben, der im Horst wächst. Dieser soll keine Wurzelausläufer, die sogenannten Rhizome, bilden. Bei einem solchen Bambus sei eine Wurzelsperre nicht notwendig. Ich würde immer dazu raten.

Rhizome

Die Wurzeln - oder Rhizome - sind bei unserem Bambus sogar noch ca. 10 Meter vom Bambus entfernt im Rasen zu finden.

Natürlich kann man versuchen die immer wieder auszugraben und hoffen, dass sie nicht so blad wieder kommen. Das einzige mir bekannte Mittel ist der nachträgliche Einbau einer Wurzelsperre, auch Rhizomsperre genannt.

Wurzelsperre nachträglich einbauen

Der nachträgliche Einbau einer Wurzelsperre ist eine mühsame Tätigkeit. Bei einem Bambus unserer Größe war klar, dass man einen Bagger braucht. Aber auch bei kleinerem Bambus würde ich vom Spaten abraten. Die Rhizome sind 2-3 cm dick und stark verholzt. Mit dem Spaten kaum zu machen.

Also haben wir uns einen Bagger ausgeliehen und in einem kleinen Abstand vom Bambus einen ca 70 cm tiefen Graben ausgehoben.

Die richtige Wurzelsperre für Bambus

Dann kam der Einbau der Rhizomsperre. Es lohnt sich nicht zu einem Baumarkt zu gehen, nach einer Wurzelsperre zu fragen und mit einer Art Fließ nach Hause zu gehen.

Eine Wurzelsperre für Bambus muss sehr stabil sein. Wir haben die bei einem Landschaftsgärtner bestellt. Es gibt sie aber auch im Internet.

Mindestens 70 cm Breite und 2mm Dicke sollte eine gute Wurzelsperre schon haben.

Diese wird dann senkrecht in den Graben gestellt.

Sdelstahlschiene zum Verschließen der Wurzelsperre

Da die Rhizomsperre absolut dicht sein muss ist die Stelle an der sie aneinander stößt mit einer speziellen Edelstahlschiene zu verschließen.

Einfach ein wenig überlappen lassen reicht nicht, da sich die Rhizome sonst schon einen Weg suchen.

Die Schiene gibt`s ebenfalls beim Landschaftsgärtner oder im Internet.

Graben mit der Wurzelsperre verfüllen

Ist die Sperre eingebaut, kann man den Graben wieder verfüllen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Sperre auch senkrecht bleibt.

Auch wenn es schöner aussehen würde, wenn die Sperre ganz verschwindet, sollte man sie ca 3-5 cm ober überstehen lassen.

Das hat den einfachen Grund, dass der Bambus sonst über die Sperre wächst - und das will man ja nun wirklich nicht.

Später muss man immer mal wieder schauen, ob er es dennoch versucht und die Wurzelausläufer abschneiden. Alles was vom Bambus außerhalb der Sperre ist, versucht nun heftig zu wachsen - da hilft nur ausgraben.

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