Saunatür bauen

Die Tür für unsere Sauna im Garten selber bauen

Saunatür aus Holz selber bauen

Grundlagen für die Saunatür

Unsere Sauna im Garten war beinahe fertig. Wir hatten ein Gartenhäuschen im Holzständerbau gebaut und den Innenausbau der Sauna fast abgeschlossen.

Nun ging es daran die Saunatür zu bauen. Saunatüren gibt es natürlich auch fertig zu kaufen. Saunatüren aus Glas sind beispielsweise auch ganz nett. Dann hätte man sich beim Bau der Sauna natürlich auch an die entsprechenden Maße halten müssen. Wir wollten eine Saunatür mit Glasausschnitt, fanden die Angebote zu teuer und man kann das Ganze auch sportlich sehen.

Für den Bau einer Saunatür benötigt man eine gut ausgestattete Werkstatt und einen Arbeitstisch, der groß genug ist, dass man darauf die Tür bauen kann. In unserem Gartenhaus hatten wir beides.

Man benötigt trockenes Holz, damit sich die Tür hinterher nicht verzieht.

Zarge für die Saunatür

Zarge bauen

In der Türöffnung haben wir die Zarge gebaut. Diese besteht aus Latten (23 x 40 mm), die versetzt miteinander verleimt und verschraubt wurden. Der Versatz beträgt jeweils 23 mm und ist auf allen Seiten der Tür (auch unten - sonst wirds nicht dicht) anzufertigen.

Das Maß kann natürlich, je nach den Maßen der gehobelten Latten, abweichen. Es ist aber einfacher sich am Material zu orientieren, dann muss man die Hölzer nicht auch noch hobeln.

Schablone

Die Latten haben wir mit feinem Schleifpapier geschliffen, bevor wir sie zusammengesetzt haben.

Die Zarge sollte absolut waagerecht sein. Nachdem die Zarge gebaut war haben wir unsere Arbeitsplatte vorbereitet. Wir haben 18mm OSB-Platten absolut waagerecht auf einem Tisch ausgerichtet und befestigt. Anschließend haben wir die Zarge sozusagen nachgebaut. Wir haben die Maße der Zarge genommen und Latten genau mit diesen Maßen auf die OSB-Platte geschraubt. .

Rahmen für die Saunatür

So hatten wir sozusagen eine Schablone und konnten sehr genau arbeiten. Die Latten der Schablone hatten genau den Versatz wie die Zarge.

Saunatür bauen

Den Rahmen der Saunatür haben wir dann auch aus 23 x 40mm Latten gebaut. Zur Schablone haben wir ringsherum einen seitlichen Abstand von 2 mm gelassen - sonst kann man die Tür spater nicht Öffnen, da sie zu stramm in der Zarge sitzt. Wir konnten den Rahmen der Saunatür so Lage für Lage in der Schablone bauen. Die Hölzer wurden verleimt und mit Holzschrauben verbunden. Nicht zu vergessen ist eine diagonale Aussteifung der Tür, damit sich diese nicht im Laufe der Zeit verzieht.

Oberfläche der Tür

Die Oberfläche der Tür haben wir mit den gleichen Profilbrettern hergestellt, die wir beim Innenausbau der Sauna benutzt hatten.

Die Profilbretter haben wir mit den Rahmenhölzern verleimt und mit kleinen Metallstiften fixiert.

Den Ausschnitt für die Glasscheibe muss man natürlich aussparen.

Saunatür dämmen

Nachdem die eine Seite der Tür fertig war, konnten wir sie aus der Schablone nehmen und umdrehen.

Die Füllung der Tür haben wir mit Mineralwolle gedämmt. Wände und Boden der Sauna waren zwar nicht zusätzlich gedämmt aber durch die Konstruktion Holzständer, OSB und Profilbretter auf Abstandshölzern dicht. Bei der Tür waren wir nicht sicher ob die Oberfläche aus Profilbrettern auch langfristig dicht bleibt und Zugluft aufhält (jetzt wissen wir, dass es auch ohne Dämmung funktioniert hätte). Also haben wir den Zwischenraum mit Mineralwolle gefüllt. Die zweite Seite der Tür haben wir dann ebenfalls mit Profilbrettern verkleidet.

Einbohrband Zarge

Türbänder einbauen

Wir haben Einbohrbänder benutzt um die Saunatür mit der Zarge zu verbinden.

Zunächst haben wir die beiden Einborhrbänder an der Zarge befestigt.

Die Bohrlöcher wurden angezeichnet und mit einem passenden Holzbohrer die Löcher gebohrt (auf den richtigen Durchmesser des Bohrers achten!)

Dann konnten die Türbänder in die Zarge eingesetzt werden.

Einbohrband Saunatür

Die Maße der Türbänder an der Zarge konnten wir nun auf die Saunatür übertragen.

Dabei ist darauf zu achten, dass die Saunatür in der Zarge auch einen Abstand von 2mm (wie bei der Schablone) behält. Wir haben die Tür, mit kleinen Abstandshölzchen (2mm) unten, in die Zarge gestellt und ausgerichtet. Dann haben wir die genaue Position der Einbaubänder auf die Tür übertragen. Das geht sicher auch, wenn man die Maße mit dem Maßband überträgt - aber sicher ist sicher.

Auch hier waren die erforderlichen Löcher zu bohren und die Einbohrbänder zu befestigen.

Türschließer

Damit die Saunatür wirklich dicht schließt wurden Magnetschließer an zwei Stellen in Tür und Zarge eingebaut.

Dafür waren die erforderlichen Ausklingungen anzufertigen. Mit scharfen Stecheisen kein Problem.

 

Megnetschließer in der Saunatür

Ohne diese Magneten bekommt man die Saunatür kaum dicht.

Sie müssen exakt bündig mit der Oberfläche eingebaut werden.

Gegenstück in der Zarge

Das Gegenstück des Magnetschließers wurde in die Zarge eingebaut. Auch hier muss die Oberfläche exakt bündig mit der Oberfläche der Zarge sein. Die Schraubenköpfe dürfen nicht herausragen.

Scharfe Stecheisen und exaktes Arbeiten helfen hier weiter. Die genaue Position der beiden Gegenstücke wurde von der Tür auf die Zarge übertragen und die Gegenstücke eingebaut.

Schließt man nun die Tür wird diese durch die Magneten dicht an die Zarge gedrückt.

Glasausschnitt Saunatür

Nun konnten wir die Saunatür einhängen.

Den Glasausschnitt haben wir erst danach fertig gemacht, da die Tür mit eingebauter Glasscheibe doch etwas zu schwer gewesen wäre um sie in der Zarge auszurichten.

Die Tür passte einhundertprozentig in die Zarge.

Wir haben an der Innenseite die Glashalteleisten befestigt und die Isolierglasscheibe in den Ausschnitt gestellt.

Dann konnten wir die Vorderseite mit kleinen Holzleisten dicht verschließen.

Dann mussten wir nur noch die Türgriffe für die Saunatür bauen.

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